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Unverspurter Schnee: die Wege, die zu ihm hinaufführen

4. Juli
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Zum unverspurten Schnee führen fünf Wege, und jeder schenkt Ihnen einen anderen Tag in den Bergen. Sie steigen mit Fellen durch das Morgenlicht, nehmen den Sessellift und stehen wenige Minuten später im Neuschnee neben der Piste, ziehen auf einer Ski-Safari von Fjord zu Fjord, lassen sich von einer Pistenraupe durch die Wälder des Altai nach oben bringen oder vom Hubschrauber auf einem Grat über dem Meer im Norden Islands absetzen. Am Ende wartet immer derselbe Augenblick: der erste Schwung in einen Hang, den an diesem Tag noch niemand gefahren ist.


Wir nehmen Sie auf jeden dieser Wege mit, und die Wahl hängt vor allem davon ab, von welchem Tag Sie träumen.


Skitour: ein ruhiger Morgen in der Spur, dann der Pulverschnee


Eine Skitour beginnt früh und leise. Die Felle kleben unter den Ski, die kleine Gruppe setzt sich in Bewegung, und die Spur zieht in gleichmäßigem Rhythmus den Hang hinauf, während die Sonne einen Grat nach dem anderen erreicht. Wird es steiler, wendet die Spur in einer Spitzkehre, und unter Ihnen wird das Tal mit jeder Kehre kleiner.


Oben ziehen Sie die Felle ab und stellen die Bindung auf Abfahrt. Sie nehmen sich einen Moment für den Blick über die Gipfel ringsum, dann gehört der Hang Ihnen. Der Pulverschnee stäubt bei jedem Schwung auf, und hinter Ihnen zieht sich Ihre eigene Spur durch die weiße Flanke.


Auf den Lofoten wie in den österreichischen Alpen erleben Sie solche Tage mit uns. Mit Fellen erreichen Sie Hänge fernab jeder Bahn, und jeder Gipfel zeigt Ihnen schon die Linien für den nächsten Morgen.


Skitourengeher im Aufstieg mit Fellen durch feinen Pulverschnee im Morgenlicht, auf dem Weg zum unverspurten Schnee
Felle unter den Ski, feiner Pulverschnee und das erste Morgenlicht, so beginnt ein Tag auf Skitour.


Freeride neben der Piste: ein paar Minuten Sessellift, dann Neuschnee


In Val d'Isère in den Alpen und in Niseko auf Hokkaido liegt der Neuschnee oft gleich neben dem Skigebiet. Sie fahren ein paar Minuten mit dem Sessellift, gleiten über den Pistenrand hinaus, und vor Ihnen liegt freies Gelände im frischen Pulver. An einem Morgen nach einem Schneefall reihen Sie so eine Abfahrt an die nächste, und der Lift bringt Sie jedes Mal wieder nach oben.


Das Gelände neben der Piste ist weder gesichert noch präpariert. Sie fahren deshalb mit diplomierten Skilehrern und Bergführern und tragen einen Lawinenairbag-Rucksack, LVS, Schaufel und Sonde bei sich. Wer Sie führt, hat am Morgen den Lawinenlagebericht gelesen, achtet auf Hangneigung und Exposition und erkennt den Triebschnee, der sich hinter einer Geländekante gesammelt hat. So können Sie sich ganz auf den Schnee und Ihre Schwünge einlassen.


Ski-Safari: jeden Tag ein neuer Fjord, ein neues Tal


Auf einer Ski-Safari reisen Sie auf Ski durch eine ganze Region. Auf den Lofoten ziehen Sie von Fjord zu Fjord, dort, wo die Gipfel steil ins Meer abfallen. In den österreichischen Alpen geht es von Hütte zu Hütte, und abends wartet ein warmes Essen. Jeden Morgen liegt ein neues Tal vor Ihnen, und jeder Übergang öffnet den Blick auf Hänge, die Sie am Vortag nur auf der Karte gesehen haben.


Am Ende der Woche haben Sie ein ganzes Gebirge auf Ski durchquert, und jede Abfahrt hat Sie ein Stück weitergetragen. Auf Spitzbergen führt die Reise übers Meer: Bei unseren Ski-&-Segeln-Reisen auf Spitzbergen erreichen Sie die Hänge an Bord der Noorderlicht.


Catskiing im Altai: die warme Kabine, dann der Wald im Pulverschnee


Beim Catskiing bringt Sie eine Pistenraupe mit beheizter Kabine wieder nach oben, Abfahrt für Abfahrt. Im Altai in Kasachstan fahren Sie in kaltem, trockenem Pulverschnee durch lichten Wald, und zwischen zwei Abfahrten wärmen Sie sich in der Kabine auf, während die Raupe gemächlich den Hang hinaufbrummt.


Die Pistenraupe ist langsamer als der Hubschrauber und dafür weniger vom Wetter abhängig: Sie fährt auch dann, wenn die Wolken tief über den Gipfeln hängen. Zudem kostet Catskiing weniger als Heliskiing. Alles zur Reise finden Sie auf unserer Seite zum Catskiing im kasachischen Altai.


Heliskiing in Island: vom Grat bis ans Meer


Beim Heliskiing bringt Sie der Hubschrauber auf Gipfel, Geländerücken und Gletscher, zu denen keine Bahn führt. Sobald sich ein Wetterfenster öffnet, fliegt er Sie hinauf, und wenn das Rotorgeräusch verklungen ist, wird es auf dem Grat ganz still.


Hubschrauber setzt eine kleine Gruppe Skifahrer auf einem verschneiten Grat ab, Ausgangspunkt für Heliskiing im unverspurten Schnee
Der Hubschrauber setzt die kleine Gruppe auf dem Grat ab, die ganze Abfahrt liegt noch vor ihr.


Auf der Halbinsel Tröllaskagi im Norden Islands erleben Sie eine heli-unterstützte Skitour, bei der wir den Hubschrauber mit den Fellen verbinden. Die Dropzone liegt rund zwanzig Minuten von der Lodge entfernt. Der Hubschrauber setzt Ihre kleine Gruppe auf einem Geländerücken oder nahe einem Gipfel ab, oft ziehen Sie danach noch einmal die Felle auf, um die Linie zu erreichen, und dann beginnt die Abfahrt.


Oben fahren Sie in kaltem Pulverschnee, weiter unten in Frühjahrsschnee, und manche Abfahrten führen mit knapp 1.400 Höhenmetern am Stück bis ans Meer, im langen Licht des isländischen Frühlings. Die Saison reicht von März bis Ende Mai, ihr Kern liegt im April und Mai. Sie fahren in Gruppen von vier Skifahrern, höchstens fünf, und teilen die Lodge mit einer zweiten Gruppe: acht Gäste insgesamt, zehn, wenn Sie das Haus exklusiv buchen.


Programm und Termine stehen auf der Seite Heliskiing in Island. Wie ein Tag dort abläuft, erzählt unser Bericht zur heli-unterstützten Skitour auf Island.


Welcher Weg zu Ihnen passt


Jeder dieser Wege bringt seine eigenen Voraussetzungen mit, und meist zeigt sich die Wahl schnell, sobald wir wissen, wie Sie fahren. Für Freeride neben der Piste genügt sicheres Fahren im Tiefschnee, Aufstiege gibt es kaum. Beim Catskiing gehört der ganze Tag der Abfahrt, im Pulver zwischen den Bäumen.


Skitour und Ski-Safari verlangen etwas Ausdauer für die Aufstiege, die Safari über mehrere Tage hinweg, und in den Alpen gehört die Freude am Hüttenleben dazu. In Island tragen kräftige Beine Sie durch die langen Abfahrten, und nach dem Absetzen gehen Sie oft noch ein Stück mit Fellen.


Wie gut Sie fahren sollten, zeigt der Können-Check zu unseren Reisen. Und unser Beitrag was ein Skiabenteuer kostet erklärt, wie sich der Reisepreis zusammensetzt. Schreiben Sie uns, wie Sie fahren und was Sie sich wünschen, wir schlagen Ihnen die passende Reise vor.


Auf einen Blick


  • Skitour · mit Fellen in den Morgen, oben der erste Hang im Pulverschnee · etwas Ausdauer für die Aufstiege

  • Freeride neben der Piste · Val d'Isère und Niseko, wenige Minuten Sessellift bis zum Neuschnee · sicheres Fahren im Tiefschnee, mit Skilehrern und Bergführern

  • Ski-Safari · von Fjord zu Fjord auf den Lofoten, von Hütte zu Hütte in den österreichischen Alpen · Ausdauer über mehrere Tage

  • Catskiing · beheizte Pistenraupe, lichte Wälder des Altai, kalter, trockener Schnee · fährt auch bei tief hängenden Wolken

  • Heli-unterstützte Skitour in Island · Absetzen auf dem Grat, Abfahrten bis ans Meer, bis zu knapp 1.400 Höhenmeter · März bis Ende Mai, Gruppen von vier, höchstens fünf Skifahrern


Häufige Fragen


Was ist der Unterschied zwischen Skitour, Freeride und Heliskiing?


Bei der Skitour steigen Sie mit Fellen auf und fahren dann ab, beim Freeride bringt Sie ein Lift ins freie Gelände neben der Piste, und beim Heliskiing setzt Sie ein Hubschrauber auf Gipfeln, Graten oder Gletschern ab, zu denen keine Bahn führt. Alle drei führen Sie in unverspurten Schnee abseits der präparierten Pisten. Dort fahren Sie bei uns mit diplomierten Skilehrern und Bergführern.


Catskiing oder Heliskiing, was passt besser zu Ihnen?


Catskiing passt zu Ihnen, wenn Sie ruhige Tage im Wald mögen, Heliskiing, wenn Sie hohe Grate und Gletscher suchen. Die Pistenraupe ist langsamer, weniger vom Wetter abhängig und kostet weniger. Der Hubschrauber erreicht dafür Gipfel, Grate und Gletscher ohne Bahn, sobald das Wetter es erlaubt.


Welches Können brauchen Sie für unverspurten Schnee?


Für einen Freeride-Tag neben der Piste und für das Catskiing genügt sicheres Fahren im Tiefschnee. Für Skitour und Ski-Safari kommt etwas Ausdauer für die Aufstiege hinzu, für Island kräftige Beine für sehr lange Abfahrten. Im Vorgespräch klären wir gemeinsam, welche Reise zu Ihrem Können passt.


Wann ist die beste Zeit für Heliskiing in Island?


Die Saison reicht von März bis Ende Mai, ihr Kern liegt im April und Mai. Oben finden Sie dann oft kalten Pulverschnee, weiter unten Frühjahrsschnee, und die Tage sind lang und hell.



Ein Wort des Gründers


Seit 2001 begleiten wir Skifahrer zum unverspurten Schnee. Uns berührt jedes Mal der Moment, in dem jemand oben steht, kurz über den Hang schaut und den ersten Schwung setzt, ob er mit Fellen gekommen ist, mit dem Lift, mit der Pistenraupe oder mit dem Hubschrauber. Erzählen Sie uns, wovon Sie träumen, und wir finden mit Ihnen den Weg dorthin.


Boris Malesset, Gründer von PowderWeGo


Sehen Sie sich unsere Skiabenteuer an, von der Skitour in den Alpen über die Ski-Safari auf den Lofoten bis zum Heliskiing in Island, und schreiben Sie uns, wann Sie reisen möchten.

 
 
 

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