Skitouren Lofoten: Gipfel vom Offersøykammen bis zum Hermannsdalstinden
Auf den Lofoten, nördlich des Polarkreises vor der Küste Norwegens, wachsen die Berge steil aus dem Meer und aus tief eingeschnittenen Fjorden. Vier Gipfel für Skitouren auf den Lofoten stellen wir Ihnen hier vor, vom gut machbaren Offersøykammen bis zum Hermannsdalstinden mit 1.029 Metern: wo sie liegen und welches Niveau Aufstieg und Abfahrt verlangen. Alle vier gehen Sie am besten mit einem Guide, der Gelände und Wetter der Inseln kennt.
Trolltindan: Skitour in der Mitte der Inselkette
Der Trolltindan steht auf Vestvågøya, derselben Insel wie der Offersøykammen und der Breitind.
Für den Aufstieg sollten Sie Erfahrung auf Skitouren und eine gute Kondition mitbringen.
Das Wetter wechselt auf den Lofoten schnell, und die Lawinengefahr gehört zu jeder Entscheidung dazu. Diese Tour gehen Sie deshalb mit einem erfahrenen Guide.
Offersøykammen: ein Gipfel für Ihre erste Skitour im Norden
Der Offersøykammen erhebt sich an der Westspitze von Vestvågøya über dem Nappstraumen. Von Leknes fahren Sie auf der E10 etwa 6,5 Kilometer bis zum Ausgangspunkt.
Der Aufstieg ist gut machbar, und mit jedem Höhenmeter weitet sich der Blick über das Meer und die umliegenden Inseln. Oben erwartet Sie ein flacher, weiter Gipfel, auf dem die ganze Gruppe bequem Platz findet. Sie fahren auf derselben Route ab, die Sie hinaufgekommen sind. So passt der Offersøykammen zu jedem Niveau, vom Einsteiger bis zum geübten Tourengeher.
Auch hier sind Sie mit einem Guide unterwegs und tragen die vollständige Sicherheitsausrüstung: Lawinenrucksack, LVS-Gerät, Schaufel und Sonde.
Hermannsdalstinden: 1.029 Meter über dem Meer
Mit 1.029 Metern ist der Hermannsdalstinden der höchste Gipfel auf Moskenesøya und im Westen der Lofoten. Der höchste Berg der Inselgruppe steht weiter östlich: der Higravtinden auf Austvågøya, rund 1.150 Meter hoch. Im Sommer führt der Weg von Sørvågen hinauf oder vom Forsfjord, den Sie mit dem Boot von Reine aus erreichen. Auf Ski wählen Sie den Zugang gemeinsam mit Ihrem Guide, je nach Schnee.
Der Aufstieg ist steil und setzt gute Kondition und Erfahrung auf Skitouren voraus. Oben öffnet sich ein Rundblick über die Inseln und das Meer. Sie fahren auf derselben Route ab, auf der Sie aufgestiegen sind.
Wind und Schneefall können hier jederzeit aufkommen. Planen Sie die Tour nach dem Wetter, mit warmer, winddichter Kleidung und der vollständigen Sicherheitsausrüstung. Die beste Zeit ist der Winter, wenn reichlich Schnee liegt und die Verhältnisse passen. Ob in der Gegend Einschränkungen für Skitouren gelten, erfahren Sie vorab bei den örtlichen Behörden.
Breitind: markierter Zustieg, steiler Gipfelhang
Mehrere Gipfel auf den Lofoten tragen diesen Namen. Dieser Breitind steht auf Vestvågøya, südöstlich von Leknes, und ist laut Peakbook rund 500 Meter hoch. Der erste Abschnitt folgt einer markierten Route und steigt sanft an. Zum Gipfel hin wird es steiler, mit einigen ausgesetzten Passagen, und auch die Abfahrt ist recht steil.
Am Breitind brauchen Sie Erfahrung auf Skitouren, und ein Guide an Ihrer Seite gibt Ihnen die Sicherheit, die dieses Gelände verlangt.

Wetter, Lawinenlage und Sicherheitsausrüstung
Die meisten dieser Touren sind etwas für geübte und gut ausgerüstete Skifahrer. Das Wetter kann rasch umschlagen, und ein Hang, den man falsch einschätzt, wird schnell gefährlich. Auf manchen Routen verlangen die steilen Passagen eine sichere Spitzkehre.
Den Lawinenlagebericht für Norwegen veröffentlicht der norwegische Lawinenwarndienst Varsom, betrieben von der staatlichen Wasser- und Energiedirektion NVE gemeinsam mit dem Meteorologischen Institut. Ihr Guide liest ihn jeden Morgen, bevor die Felle aufgezogen werden, und wählt danach den Gipfel des Tages. Im Rucksack steckt das Quartett, das auf jede Tour gehört: Lawinenrucksack, LVS-Gerät, Schaufel und Sonde.
Am besten sind Sie mit einem Bergprofi unterwegs: einem staatlich geprüften Skilehrer (BEES), spezialisiert auf Freeride/Off-Piste, und/oder einem Bergführer UIAGM. Und was Sie mit hinaufnehmen, nehmen Sie auch wieder mit hinunter: In dieser wilden Landschaft bleibt nichts zurück.
Diese vier Gipfel sind ein erster Ausschnitt: Auf den Inseln warten viele weitere Routen, und zwischen zwei Touren lohnt sich ein Abstecher in eines der kleinen Fischerdörfer mit ihren Rorbuer, den alten Fischerhütten am Wasser.
Skitouren in Norwegen: mit uns auf den Lofoten
PowderWeGo organisiert Skireisen abseits der Pisten, Heliskiing, Ski & Sail und Skitouren in vielen Gebirgen der Welt. Auf den Lofoten sind Sie mit uns auf Skitouren unterwegs. Alles zu unserer Reise auf die Inseln finden Sie auf der Seite Skitouren Norwegen: unsere Reise auf die Lofoten. Wie wir dort jeden Morgen eine andere Insel ansteuern, erzählt der Beitrag Skitouren Lofoten: die Inselsafari. Welches Niveau Sie mitbringen sollten, wann die Saison am schönsten ist und was in den Rucksack gehört, lesen Sie im Beitrag über Niveau, Saison und Ausrüstung für die Lofoten.
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Häufige Fragen
Welcher Gipfel auf den Lofoten eignet sich für eine erste Skitour?
Der Offersøykammen. Der Aufstieg ist gut machbar, der Gipfel flach und weit, und Sie fahren auf derselben Route ab, die Sie hinaufgegangen sind. Von den vier hier vorgestellten Bergen ist er der zugänglichste.
Wie hoch ist der Hermannsdalstinden?
Der Hermannsdalstinden misst 1.029 Meter und ist der höchste Gipfel auf Moskenesøya und im Westen der Lofoten. Der höchste Berg der Inselgruppe ist der Higravtinden auf Austvågøya, rund 1.150 Meter hoch. Der Aufstieg ist steil und setzt Erfahrung auf Skitouren und gute Kondition voraus; den Zugang wählen Sie mit Ihrem Guide, je nach Schnee.
Sollte man die Gipfel der Lofoten mit einem Guide gehen?
Ja, auf allen vier Routen. Das Wetter wechselt schnell, und an mehreren Gipfeln wird es steil. Ein Guide, der die Inseln kennt, liest jeden Morgen den Lawinenlagebericht und wählt den Hang passend zu Schnee und Wetter.



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